Solange Du da bist

Kinostart: 01.12.05
2005
Filmplakat: Solange Du da bist

FBW-Pressetext

Leichtfüssig erzähltes realitätstüchtiges Märchen von der fast übersinnlichen Macht der Liebe.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie
Regie:Mark Waters
Darsteller:Mark Ruffalo; Reese Witherspoon; Donal Logue
Drehbuch:Ronald Bass
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:95 Minuten
Kinostart:01.12.2005
Verleih:Universal
Produktion: DreamWorks SKG, MacDonald; Parkes Productions;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Bewertungssausschuss war sich einig darüber, dass mit „Solange Du da bist“ ein perfekt gemachter, sympathischer und durchaus liebenswerter Unterhaltungsfilm vorliegt - kurz, unbedingt empfehlenswert für einen entspannenden Kinobesuch.

Die Schwierigkeiten darzustellen, dass ein für uns sichtbarer Mensch nur von einem einzigen Protagonisten im Film gesehen werden kann, dessen Wahrnehmung erst gegen Ende einmal von einem Kind bestätigt wird - Narren und Kinder sprechen und sehen die Wahrheit -, diese formale Schwierigkeit meistert der Film ohne jeden störenden Bruch. Nicht, dass es keine heiklen Stellen gäbe, aber der Impuls, nach Logik und innerer Stringenz der Erzählung zu fragen, wird dem Zuschauer durch ein Feuerwerk an vergnüglichen und originellen Einfällen bereits des Drehbuchs ausgetrieben. Die digitalen Möglichkeiten sind sinnvoll und ohne Selbstzweck eingesetzt. Als Film inspiriert sich „Solange du da bist“, dann sichtlich an anderen Geistererscheinungs-Filmen der jüngeren Vergangenheit, ohne jene zu kopieren. Filme von „Ghostbusters“ bis „Exorzist“ werden vergnüglich zitiert.

Selbst das Thema Sterben, Vergänglichkeit und Auferstehung von den Toten, das einer leichten Komödie durchaus nicht per se nahe liegt, meistert der Film ohne erkennbare Schwierigkeiten.

Ob das brisante Thema der lebensverlängernden Maßnahmen an einer komatösen Patientin durch medizinische Maschinen in den Vordergrund rückt, war eine strittig diskutierte Frage, deren Beantwortung zweifellos von der Sichtweise des individuellen Zuschauers abhängt.
Der Film variiert die Orpheus-Thematik, nach der Tote oder Todgeweihte am ehesten durch die Liebe zu retten seien, in moderner Weise.

Die Wiedererweckung der seit ihrem Unfall im Koma liegenden Hauptprotagonistin wird zum lange vorbereiteten, magischen Höhepunkt, gegen den sich auch ein kritischer Geist kaum zu wehren vermag.

Vielleicht liegt es an der dezent „mitspielenden“ Stadt San Francisco, dass sich hier kein religiöser Unterton einschleicht, sondern ein gewisser Lebensmut der ewigen Hippie-Metropole auch zwei verkrustete Singledaseins (ein anderes zeitgemäßes Thema des Films) zu einem gemeinsamen Neustart ins „wahre Leben“ animiert.