Morgen Findus wird´s was geben

Filmplakat: Morgen Findus wird´s was geben

FBW-Pressetext

Eine vorweihnachtliche Überraschung ist diese liebevoll umgesetzte Zeichentrickversion eines Kinderbuchs des schwedischen Erfolgsautors Sven Nordqvist. Es gibt viel skurrile Alltagskomik und die Frage, ob der Weihnachtsmann denn wirklich kommt? All das wird gänzlich gewaltlos und kindgerecht inszeniert, ist gleichzeitig für Erwachsene interessant, dazu humorvoll und warmherzig.

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Komödie; Kinderfilm
Regie:Jörgen Lerdam; Anders Sørensen
Drehbuch:Torbjörn Jansson
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:74 Minuten
Kinostart:02.11.2006
Verleih:TV Loonland
Produktion: TV-Loonland AG
FSK:0
Bildungseinsatz:matthias-film.de;
Förderer:FFA

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Sie ist sehr gelungen, die ganz besondere Weihnachtsüberraschung vom alten, etwas schrulligen, liebevollen Petterson, dem putzmunteren, gestreiften Kater Findus – und vom Weihnachtsmann.
Nach „Petterson & Findus“ und „Neues von Petterson & Findus“ liegt hier nun die dritte Verfilmung der „Petterson und Findus“-Bücher des schwedischen Erfolgsautors Sven Nordqvist vor. Es ist ein Film, der auf der Erfolgsgeschichte von Nordqvists Büchern aufbaut, die bisher in 29 Sprachen übersetzt worden sind. Das Medium Film eröffnet nun weitere Dimensionen der Rezeption.

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit wird die alte und doch immer wieder aktuelle Frage gestellt, ob es ihn denn nun wirklich gibt, den Weihnachtsmann – und wenn ja, ob er denn auch wirklich kommt Heiligabend – und zwar zu mir!?
Dass man nie zu viel versprechen soll, das weiß auch der alte Petterson. Doch wenn man einen so verflixt liebenswerten Kater wie Findus zu Hause hat, verspricht man schnell, ihm seinen Wunsch, dass der Weihnachtsmann auch zu ihm kommt, zu erfüllen. Klar, Petterson möchte Findus nicht enttäuschen, und so nehmen die Dinge ihren Lauf: Es wird gezeichnet, gehämmert, gebohrt und gebastelt. Im Wald geschehen ganz sonderbare Dinge und die Nachbarn im Dorf sind auch noch da…

In allerbester Tradition skandinavischer Kinderbücher und Kinderfilme werden die Zuschauer in eine Welt entführt, die von tiefer Menschlichkeit geprägt ist. Sven Nordqvists mit Liebe zum Detail und in warmen Farben gehaltene Zeichnungen bilden gemeinsam mit einem klug dramaturgisierten und von Wortwitz gekennzeichneten Drehbuch von Torbjörn Jansson die Grundlage einer weiteren Erfolgsgeschichte des alten Mannes und des Katers.
Gepaart mit einer skurrilen Komik des Alltags entsteht in humorvoller Weise - ohne erhobenen Zeigefinger - eine vorweihnachtliche Stimmung, die zauberhaft von Jørgen Lerdam und Anders Sørensen (Regie) in Szene gesetzt wurde.
Unterstützt wird der runde Gesamteindruck durch die Musik von Wolfgang Simm, der unaufdringlich altbekannte Weihnachtslieder harmonisch in den Gesamtsoundtrack einfließen lässt.

Neben den Protagonisten Petterson und Findus gibt es noch allerhand seltsame Wesen, Mucklas genannt, die in Haus und Hof für Aufregung sorgen. Nebenfiguren, Hühner oder Mucklas – allesamt sind sie so hervorragend synchronisiert wie die Hauptgestalten.
Achim Höppner, der seine Stimme auch schon Clint Eastwood oder Michel Piccoli geliehen hat, spricht beispielsweise einen sehr vertrauenserweckenden Petterson.


„Morgen, Findus wird’s was geben“ ist ein gänzlich gewaltloser Film. Er ist kindgerecht inszeniert und gleichzeitig für Erwachsene interessant – ist humorvoll und warmherzig. So wie Petterson braucht doch jeder jemanden, mit dem er ab und zu reden kann. Der Kater Findus, das kleine Kind auf vier Beinen, hält den Alten ganz schön auf Trab und weiß doch eines ganz genau: Mit dem Alten an seiner Seite wird immer wieder alles gut. Dass dann manchmal aber doch alles anders kommt, als Petterson geplant hat, kann nur daran liegen, dass Dinge geschehen, die man einfach nicht erklären kann…
Und am Ende steht Petterson immer noch im Vorraum und versucht zu verstehen, was passiert war: „Wieder einmal musste er einsehen, dass Dinge geschahen, die nicht zu erklären waren. Man kann sich nur freuen, dass man derartiges noch miterleben darf.“