Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

Kinostart: 09.08.07
2007
Filmplakat: Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

FBW-Pressetext

Ein Märchen aus der Zukunft, das im Heute spielt. Nur ein aufmerksames, sensibles Geschwisterpaar kann eine Katastrophe in der Zukunft aufhalten und so die Welt verändern. Die jungen Darsteller sind überzeugend. Wertvoll machen den Film auch seine faszinierenden „visual effects“, die der Adaption einer in den USA sehr bekannten Science-Fiction-Kurzgeschichte von Lewis Padget (sie erschien schon 1943) einen sinnlichen Zauber verleihen. Die aktuelle US-amerikanische Paranoia ist in die Geschichte der beiden hochbegabten Kinder integriert, die plötzlich fremdartige Kräfte entfalten.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Science-Fiction
Regie:Bob Shaye
Darsteller:Timothy Hutton; Michael Clarke Duncan; Joely Richardson; Rainn Wilson
Drehbuch:Bruce Joel Rubin; Toby Emmerich
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:96 Minuten
Kinostart:09.08.2007
Verleih:Warner
Produktion: New Line Cinema, Eyetronics USA; Michael Phillips Productions;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Die sowohl langwierige als auch reichlich komplizierte Entstehungsgeschichte dieses Films gleicht einem Menetekel für das jetzige Erscheinungsbild. „The Last Mimzy“ ist die Adaption einer in den USA sehr bekannten Science Fiction-Shortstory von Lewis Padgett (sie erschien schon 1943!). Zwei Kinder finden eine geheimnisvolle Kiste mit seltsamem „Spielzeug“. Das Spielzeug (vor allem ein knuddeliges Stoffkaninchen) ist Transmissionsmaterial zu einer außerirdischen Welt. Die Kinder erfahren eine bemerkenswerte Mutation zu ungewöhnlichen Fähigkeiten und leben zusehends in einer eigenen Welt voller Magie und Geheimnisse.

Regisseur Bob Shaye war fasziniert vom poetischen Grundeinfall und auch von der Botschaft der „alten Geschichte“, der Menschheit ihre bedrohte Menschlichkeit zurückzugeben. Bob Shaye: „Die Menschen verlieren ihre Unschuld umgekehrt proportional zum wachsenden Einfluss der Technik auf unser Leben... Wenn wir bestimmte Gene nicht mehr verwenden, werden sie abgeschaltet. Wir könnten einfach vergessen, was Unschuld bedeutet.“

Die 1993 begonnene Arbeit an diesem Film erfuhr mehrere Unterbrechungen und radikale Veränderungen. In das „Märchen aus der Zukunft“ sind jetzt auch aktuelle Psychosen der US-amerikanischen Gesellschaft wie die Terroristenhysterie integriert – ebenso wie akute ökologische Diskurse. Mancher Erwachsene mag das ein „Zuviel“ an Bezügen finden, für die kindliche Wahrnehmung ist wichtig, dass dies ein Film ist, der Kinder ernst nimmt und direkt anspricht. Die Erwachsenen bleiben „draußen“ im Film, sie verstehen nichts, reden aber mit. Solche Anknüpfungen zum richtigen Leben finden sich genug in dem Film, der nebenbei auch das Thema hochbegabte Kinder variiert.

Wertvoll machen am Ende den Film wieder seine faszinierenden „Visual Effects“, die den Zauber sinnlich rehabilitieren.