Les Misérables

Kinostart: 24.12.98
1998
Filmplakat: Les Misérables

Kurzbeschreibung

Ein mehrere Jahrzehnte umspannendes Duell zwischen einem Exsträfling, der inzwischen zu Ansehen und Reichtum gelangt ist, und einem fanatischen ehemaligen Aufseher, der ebenfalls Karriere gemacht hat.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Kriminalfilm; Romanze
Regie:Bille August
Darsteller:Tim Barlow; Christopher Adamson; Timothy Bateson; Veronika Bendová
Drehbuch:Rafael Yglesias
Buchvorlage:Victor Hugo
Kamera:Jörgen Persson
Schnitt:Janus Billeskov Jansen
Musik:Basil Poledouris
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:133 Minuten
Kinostart:24.12.1998
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Mandalay Pictures, Mandalay Entertainment;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Bille August hat einen Namen als Regisseur ambitionierter
Literaturverfilmungen. Auch in der neuesten Version von Victor
Hugos "Die Elenden", amerikanisch finanziert und in Tschechien
produziert, mit französischen Außenaufnahmen, zeigt er sich
erneut als sorgfältiger und grundsolider Regisseur.
Die Romanvorlage mit ihren vielen Handlungssträngen wird auf eine
erträgliche Filmlänge gerafft. Die Story konzentriert sich nun
auf die lebenslange unerbittliche Jagd des Polizeiinspektors
Javert auf den Ex-Sträfling Valjean sowie auf die beiden
Liebesgeschichten (von denen die eine nur kurz angespielt wird).
Der Ex-Sträfling und die unverheiratete Mutter haben keine Chance
in der damaligen Gesellschaft. Die soziale Dimension, die (auch)
zu der Juli-Revolution (1832) führt, wird angedeutet. Liam Neeson
als Ex-Sträfling gestaltet dessen Wandlung zum Edelmenschen
glaubwürdig. Er bleibt sich selbst treu und meistert mit
zurückhaltendem Minenspiel den Balance-Akt der Rolle des
unerschütterlich (und wenn es schlecht gespielt wäre
unerträglich) Guten. Hervorragend ist auch Geoffrey Rush als
gnadenloser Jäger, der sich seiner Herkunft wegen nur dem Gesetz
verpflichtet fühlt. Als er dies ein einziges Mal bricht, wird die
tragische Dimension dieser Figur sichtbar.
Die Geschichte ist perfekt, vielleicht ein wenig zu distanziert
umgesetzt. Die große Ausstattung beeindruckt den Zuschauer.
Besonders loben möchte der Ausschuß die hervorragende
Synchronisation.