Last Samurai

Kinostart: 08.01.04
2003
Filmplakat: Last Samurai

FBW-Pressetext

Beschreibung des Untergangs der Samurai-Kaste (19. Jahrh.) in einem dramatischen Epos, das geschickt bewegende Einzelschicksale, große Schauwerte und geschichtliche Fakten miteinander verknüpft.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Kriegsfilm; Actionfilm; Abenteuerfilm
Regie:Edward Zwick
Darsteller:Tom Cruise; Billy Connolly; William Atherton
Drehbuch:John Logan; Marshall Herskovitz; Edward Zwick
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:154 Minuten
Kinostart:08.01.2004
Verleih:Warner
Produktion: Radar Pictures, Bedford Falls Company; Cruise; Wagner-Production;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Im etwas pathetischen Prolog zum Film, der auf die Entstehung des Inselreiches Japan verweist, fällt durch den Erzähler im Off auch folgender Satz: “Japan scheint durch etwas entstanden zu sein, was man heute vergessen hat: Ehre!“ Dies ist schon ein deutlicher Hinweis darauf, was den Zuschauer in zweieinhalb Stunden epischem Kinos erwartet: Es geht um Männertugenden, vor allem um Ehre und die Tatsache, daß nichts ehrenvoller ist, als im Kampf mit größter Hingabe zu bestehen oder zu sterben, und daß aus dieser über Jahrtausende gepflegten Tradition die Kaste der Samurai entstanden ist, die Ende des 19.Jahrhunderts mit der Einführung moderner Waffensysteme ihren Untergang finden sollte.
Es ist die authentisch wirkende Geschichte eines Nordstaaten- Captains, der sich im amerikanischen Bürgerkrieg und in den Indianerkriegen durch besonderen Mut auszeichnete und durch die grausame und sinnlose Ausrottung der Indianer traumatisiert und aus der Lebensbahn geworfen wurde. Als militärischer Berater in Diensten der japanischen Armee gerät er in Gefangenschaft von rebellierenden Samurai, lernt dort deren Kultur und Traditionen kennen und findet hier auch Seelenverwandschaft und seinen inneren Frieden wieder.
Es ist auch die Geschichte eines Landes im Umbruch, das sich nach Jahrtausenden der Abschottung der westlichen Kultur und der wirtschaftlichen Errungenschaften öffnen will und muß und dabei schamlos von den führenden Kolonialmächten der Erde ausgenutzt wurde. Eine grausame Ablösung einer ehemals blühenden Kultur.
Mit großem Aufwand und mit epischen Bildfolgen aufwartendes historisches Schaustück der herausragenden Art: große Kameraleistungen, präzise Montage, beste musikalische Untermalung, sichere Inszenierung und beeindruckende darstellerische Leistungen des gut ausgewählten Ensembles: an seiner Spitze Tom Cruise, der einmal mehr beeindruckt.
Ein überzeugendes Drehbuch bietet auch die Grundlage für einige brillante Dialogpassagen, die Nachdenklichkeit evozieren.