Im Auftrag des Teufels

Kinostart: 22.01.98
1997
Filmplakat: Im Auftrag des Teufels

Kurzbeschreibung

Während ein junger Anwalt die Karriereleiter hinaufsteigt, wird seine Frau von Wahnvorstellungen befallen. Ihre Einweisung in eine Anstalt ist noch nicht das Ende des Pakts mit dem Teufel.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Thriller; Horror
Regie:Taylor Hackford
Darsteller:Charlize Theron; Keanu Reeves; Al Pacino
Drehbuch:Jonathan Lemkin
Buchvorlage:Andrew Neiderman
Kamera:Andrzej Bartkowiak
Schnitt:Mark Warner
Musik:James Newton Howard
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:144 Minuten
Kinostart:22.01.1998
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. International, Warner Bros. International; Regency Enterprises; Monarchy Film;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

In eine dramaturgisch überraschende (am Schluß ironisch
gebrochene) Rahmenhandlung eingebunden, entfaltet sich eine
außerordentlich mitreißende mythologische Erzählung um die
Versuchung durch den Teufel und die menschliche Schwäche der
Eitelkeit.

Wie es diesem Film gelingt, jeweils bis an die Grenze des
Faßbaren zu gehen, ohne jemals in Kitsch oder Effekthascherei
abzugleiten, zeugt von höchster handwerklicher Meisterschaft.

Wie beiläufig fließen Stilisierungen und symbolträchtige Bilder,
Versatzstücke aus der abendländischen Mythologie und Psychologie
in die Geschichte um den Rechtsanwalt ein. Die spannende
Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse zeigt in überraschenden
und irritierenden Variationen die stets vorhandenen
Wahlmöglichkeiten des Helden auf. Immer wieder steht er vor der
Entscheidung zwischen egoistischen Interessen und moralischer
Verantwortung, zwischen dem Pakt mit dem Teufel und der
Entscheidung für die Seele.

Die Darsteller agieren mit einer verhalten vibrierenden
Intensität. Besonders Al Pacino und Keanu Reeves meistern
brillant ihr Rollenspiel zwischen lapidarem Alltag und
stilisierter Überhöhung.

Unterstützt von einer unaufdringlichen und zum Teil antipodisch
geführten Musik, einer einfallsreichen Montage und unmerklich
eingeführten überraschenden Spezialeffekten entwickelt der Film
eine Sogkraft, die wenig Raum für Reflexionen läßt und die die
Spannung bis zum Ende hält.