Hustle & Flow

Kinostart: 17.11.05
2005
Filmplakat: Hustle & Flow

FBW-Pressetext

Expressiver, atmosphärisch dichter Film aus der Hip-Hop-Szene über schwarze Dealer, Zuhälter, Nutten und Rapper, allesamt Looser, der nichts beschönigt, aber auch ein Quentchen Hoffnung läßt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Craig Brewer
Darsteller:Anthony Anderson; Terrence Howard; Taraji P. Henson; Taryn Manning; Paula Jai Parker
Drehbuch:Craig Brewer
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:116 Minuten
Kinostart:17.11.2005
Verleih:Universal
Produktion: Paramount Classics, Crunk Pictures & Homegrown Pictures; New Deal Entertainment;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Jeder Mensch hat seinen Traum: Dies ist das Leitmotiv, das über diesem Film steht. Es geht in dem eintönig festgefahrenen Leben von DJay, dem Kleindealer und Zuhälter, wie auch seinen beiden Frauen in seiner Wohngemeinschaft, den Prostituierten Shug und Nola, nichts voran.
Der Film läßt sich viel Zeit, den Lebensraum der Protagonisten und ihre Charaktere genau zu zeichnen. Dies hat stellenweise geradezu einen dokumentarisch-glaubhaften Touch, teils idealisiert, teils aber auch sehr realistisch. Als DJay sein Leben in die Hand nimmt, einen Weg aus seinem öden Alltag zu finden sucht, immer mit dem Ziel seines Traumes vor den Augen, gewinnt der Film an Fahrt. So sehr, daß der Zuschauer magisch in die Geschichte gezogen wird.
Regisseur Craig Brewer konnte bei der Inszenierung seinem von ihm selbst verfaßten Drehbuch voll vertrauen. Ein außergewöhnlich gutes Drehbuch, mit ausgereifter Dramaturgie und realistischen Dialogen ausgestattet. Unter Brewers präziser Führung können die Darsteller ihre schauspielerischen Möglichkeiten voll entfalten und verleihen den Charakteren eine interessante Entwicklung. Glaubhaft ist DJays Angst vor dem Scheitern, aber auch seine Standfestigkeit im Streben nach seinem Lebenstraum, ohne dabei seine Wurzeln zu verraten.
Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Films hat der überaus stimmige Soundtrack, der die deprimierende Atmosphäre und das Milieu noch zusätzlich verstärkt, sowie die herausragende Kameraarbeit, die sich vor allem bei variationsreichen Gesichtsstudien bemerkbar machen kann.