Henry V.

Kinostart: 05.11.98
1989
Filmplakat: Henry V.

Kurzbeschreibung

Der junge englische König Henry V. erklärt 1415 Frankreich den Krieg und stürzt sich in ein militärisches Abenteuer, das er ind er Schlacht von Azincourt besteht.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Spielfilm
Regie:Kenneth Branagh
Darsteller:Brian Blessed; Kenneth Branagh; Ian Holm; Gofferey Hutchings; Derek Jacobi
Drehbuch:Kenneth Branagh
Buchvorlage:William Shakespeare
Kamera:Kenneth MacMillan
Schnitt:Michael Bradsell
Musik:Patrick Doyle
Länge:137 Minuten
Kinostart:05.11.1998
Verleih:Impuls Filmverleih
Produktion: Renaissance Films Production, London, BBC
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die filmische Adaption des Shakespeare-Dramas - 1944 in einer denkwürdigen Inszenierung von Sir Laurence Olivier verfilmt - besticht durch die Aktualisierung, mit der sie die inzwischen gesammelten Erfahrungen im Zusammenspiel von Politik, Rüstung, Kriegsführung und Friedensschlüssen ironisch ins Spiel bringt: die "Haupt- und Staatsaktionen" führen in sich gespaltene, weil sich selbst kritisch beobachtende Gestalten vor Augen, die Kampf- und Schlachtgetümmel zeigen die Dreckigkeit des Krieges wörtlich auf, die Siege wie die Liebe haben nichts Berauschendes an sich, sondern stehen - "mit Gottes Hilfe" - auf schwankendem Boden, den Kämpfenden sind die Risiken der kriegerischen Auseinandersetzung nur zu deutlich für ihre Person wie für ihre Sache bewusst, sofern sie nicht nur von Dummheit getrieben sind. Und die Armseligkeit des Sterbens enthüllt sich nicht an strahlenden Helden, sondern erbarmungswürdigem Gelichter, das den Krieg eher zur Bereicherung missbraucht.
Kino und Theater gehen ein glaubwürdiges Bündnis ein, wenn die Regie sich so überzeugender dramaturgischer Mittel bedient, wie Kenneth Branagh hier souverän vorführt. Zusätzlich sind die Ausstattung, die Bildgestaltung und die Führung der Darsteller postiv hervorzuheben.