Die weisse Massai

Kinostart: 15.09.05
2005
Filmplakat: Die weisse Massai

FBW-Pressetext

Die authentische Geschichte einer großen Liebe und ihres Scheiterns ist ein adäquater Kinostoff, in dessen Mittelpunkt afrikanische Kultur und Landschaften stehen. Ein schöner und bewegender Film.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Romanze
Regie:Hermine Huntgeburth
Darsteller:Janek Rieke; Katja Flint; Nina Hoss; Jacky Ido; Nino Prester
Drehbuch:Johannes Betz
Buchvorlage:Corinne Hofmann
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:135 Minuten
Kinostart:15.09.2005
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Constantin Film Produktion GmbH
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Basierend auf dem autobiografischen Roman der Schweizerin Corinne Hofmann erzählt Hermine Huntgeburth Carolas Versuch, ihre Liebe zu dem Massai Lemalian und ihre westliche Lebensweise in einem kenianischen Dorf miteinander in Einklang zu bringen.

Aus der Sicht der Touristen, jedoch dankenswerter Weise ohne jegliche Folklore, erlebt der Zuschauer, wie Carola sich entschließt, sich - entgegen aller Vernunft und den Ratschlägen ihrer Umwelt - auf das Leben an der Seite eines Massai einzulassen. Immer wieder stößt sie auf kulturelle Grenzen, wenn sie versucht, ihre westliche Sozialisation auf ihren Mann und sein Dorf zu übertragen oder als Geschäftsfrau wieder aktiv zu werden und einen Gemischtwarenladen aufzubauen.

Das von Teilen des Ausschusses als etwas hölzern empfundene Spiel der Hauptdarstellerin sahen andere Ausschußmitglieder im Einklang mit dem gelungenen Gesamtkonzept. Auch wenn der Film und die sich aus der Konstellation ergebenden Konflikte aus Carolas Sicht dargestellt werden, so geht es doch nie um eine Glorifizierung ihrer Position oder Person, und es geht auch nicht um eine Bewertung afrikanischer Kultur und Lebensformen.

Daß manche Szenen geradezu dokumentarisch wirken, unterstreicht das inszenatorische Können der Regisseurin, das auch in der hervorragenden Führung des männlichen Hauptdarstellers und der Nebenfiguren, wie der des Missionars und der Freundin Elisabeth, bestätigt wird. Besonders hervorgehoben werden müssen auch die Leistungen von Martin Langer (Kamera) und Niki Reiser (Musik), die den Film auf die höchste Qualitätsstufe heben.