Die Kammer

Kinostart: 05.06.97
1996
Filmplakat: Die Kammer

Kurzbeschreibung

Junger Anwalt versucht, einen Ku-Klux-Klan-Mann, der einen jüdischen Bürgerrechtler ermordet hat, vor der Gaskammer zu bewahren, wobei er auf dunkle Familienzusammenhänge stößt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:James Foley
Darsteller:Gene Hackman; Chris O'Donnell; Faye Dunaway
Drehbuch:William Goldman
Buchvorlage:John Grisham
Kamera:Ian Baker
Schnitt:Mark Warner
Musik:Carter Burwell
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:113 Minuten
Kinostart:05.06.1997
Verleih:Universal
Produktion: Universal Studios, Universal City Studios; Imagine Films Entertainment;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der junge Anwalt Adam Hall kommt aus Chicago in den Staat Mississippi, um seinen Großvater vor der Hinrichtung in der Gaskammer zu retten. Der, ein haßerfüllter Rassist, hat bei einem Bombenattentat den Tod von zwei Kindern verschuldet und auch sonst nach eigenen Worten "im Leben nie etwas Gutes getan".

Gleich zwei schwierige Problemfelder, den Rassismus in den USA und die Brutalität der Todesstrafe, packt dieser humane Film entschlossen, intelligent und auch gefühlvoll an. Überzeugend in seinen Figuren, konsequent und ohne Längen erzählt, ohne zu dick aufzutragen und im stets richtigen Tempo, verfolgt der Film die Spirale der Gewalt bis zu ihren Wurzeln. Drehbuch- und Regieleistung sind ebenso hervorzuheben wie die Leistungen der Darsteller. Gene Hackman schafft das Bravourstück, als zum Tode verurteilter Mörder Verständnis und Mitgefühl für einen Schuldigen zu wecken. Sein Weg in die Todeskammer wird zu einem intensiven und bewegenden Plädoyer gegen die Todesstrafe, gegen Rassismus und gegen jede Gewalt.