Die Einsamkeit der Krokodile

Kinostart: 17.05.01
2000
Filmplakat: Die Einsamkeit der Krokodile

Kurzbeschreibung

Angehender Journalist recherchiert in einem westfälischen Dorf die Geschichte seines Cousins, eines Einzelgängers, der angeblich Selbstmord beging.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Jobst Oetzmann
Darsteller:Janek Rieke; Thomas Schmauser; Julia Jäger
Drehbuch:Jobst Oetzmann
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:97 Minuten
Kinostart:17.05.2001
Verleih:Prokino Filmverleih
Produktion: Olga Film GmbH, ZDF;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Lange Zeit waren sich die Mitglieder des Bewertungsausschusses nicht im Klaren darüber, ob dieser Film die Geschichte des jungen Journalisten Elias oder das scheinbar geheimnisvolle Schicksal von Günther, dem jungen Außenseiter in einer Landgemeinde, zum zentralen Motiv werden läßt.

Ist Günther nur Opfer des sozialen Milieus als Unverstandener unter Dorfbewohnern oder im Elternhaus oder war er auch psychisch krank? Leider bleibt bei der Spurensuche vieles im Unklaren, auch was den weltfremden Einzelgänger wirklich bewegte.

Auch der Hintergrund der Gestalt von Elias bleibt unklar, wobei seine Faszination von Günther lange Zeit auf eine starke Wesensverwandschaft hindeutete. Letztlich wird der Zuschauer durch das Schicksal Günthers und die Person von Elias nur wenig berührt, eine Identifikation ist kaum gegeben.
Die Einwände des Bewertungsausschusses richten sich in erster Linie auf inhaltliche Vorgaben des Drehbuches - oder vielleicht auch der Romanvorlage - und eine Dramaturgie, die nicht ausreichend stringent erscheint.
Beeindruckt zeigte sich der Ausschuß von der handwerklich sehr soliden Arbeit, einer ausgezeichneten Führung der Darsteller, der hervorragenden Kamera von Hanno Lentz und der schön durchkomponierten Musik von Dieter Schleip.

Ein besonderes Lob gilt den Leistungen der Hauptdarsteller, vor allem Janek Rieke, Thomas Schmauser und Rosemarie Fendel.