Die Champions

Kinostart: 10.07.03
2003
Filmplakat: Die Champions

FBW-Pressetext

Einblick in die beinharte Nachwuchs-Kaderschmiede von Borussia Dortmund, dingfest gemacht an vier Jugendlichen und ihrem Traum vom Profidasein.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Christoph Hübner
Drehbuch:Christoph Hübner; Gabriele Voss
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:129 Minuten
Kinostart:10.07.2003
Verleih:Real Fiction
Produktion: Christoh Hübner Filmproduktion Christoph Hübner
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Eigentlich könnte der Titel des Films bitter ironisch gemeint sein. Denn am Ende der zwei Stunden-Dokumentation über Aufstieg und Niederlage einiger hoffnungsvoller junger Nachwuchstalente im Fußball ist keiner ein Champion, sondern alle stehen eher ernüchtert vor ihren Jugendträumen. Nur einer der vier Jungen, deren Leben im Zeichen des Fußballs über mehrere Jahre beobachtet und dokumentiert wird, hat sein Ziel zumindest halbwegs erreicht und steht noch im Kader von Borussia Dortmund. Aber auch er hat schon Höhen und Tiefen hinter sich. Die anderen sind an ihren Illusionen, Unzulänglichkeiten und den unerbittlichen Mechanismen der Fußballwelt gescheitert. Die vier Jungen, alle entweder Ausländer oder in Deutschland geborene Kinder von Ausländern, haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen Profispieler in der ersten Bundesliga werden. Doch der Weg zu den Sternen ist vor allem im Fußball hart. Die Jungen opfern ihr Privatleben, ihren Alltag, ihr ganzes Denken und Fühlen diesem Ziel, aber schon rasch zeigt sich, daß hier nicht nur Talent und Können gefragt sind, sondern auch ganz andere Gesetze gelten. Die Vermischung von Wirtschaft und Politik im Sport und insbesondere im Fußball als massenattraktiver Sport spiegelt sich im Schicksal der vier Jungen wider.

Ein spannendes Thema, das aber leider durch einen allzu langsamen und dramaturgisch wenig mitßreißenden Einstieg wie auch ein allzu ausgedehntes Ende filmisch nicht immer voll genutzt und überzeugend dargeboten wird. Ohnehin weist der Film etliche Längen auf. Zudem stört gelegentlich auch die schlechte Tonqualität, aufgrund derer manche der interessanten Aussagen der Jungen und anderer Fußballfanatiker nur sehr mühsam oder gar nicht zu verstehen sind.