Die Beverly Hillbillies sind los!

Kinostart: 07.07.94
1993
Filmplakat: Die Beverly Hillbillies sind los!

Kurzbeschreibung

Unerwartete Ölfunde und damit verbundener Reichtum verschlagen eine Hinterwäldler-Familie nach Beverly-Hills, wo die Jagd auf ihr Geld beginnt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm; Familienfilm
Regie:Penelope Spheeris
Darsteller:Jim Varney; Zsa Zsa Gabor; Lily Tomlin; Lea Thompson; Rob Schneider; Cloris Leachman; Dabney Coleman; Erika Eleniak; Diedrich Bader; Dolly Parton
Drehbuch:Mark Rosenthal; Lawrence Konner
Kamera:Robert Brinkmann
Schnitt:Ross Albert
Musik:Lalo Schifrin
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:93 Minuten
Kinostart:07.07.1994
Verleih:Fox
Produktion: Twentieth Century Fox Film Corporation
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Diese perfekt gemachte Nonsens-Klamotte mit kräftigen Seitenhieben auf amerikanische Idole, Sitten und Fernsehgewohnheiten balanciert haarscharf auf der Grenze zum Klamauk. Hier wird kein Gag und keine Grimasse ausgelassen und nicht vor dem plattesten Humor gescheut. Unter dieser an billigen Fernsehserien und Soap-Operas orientierten Oberfläche verbirgt sich eine subversive Persiflage, eine Selbstironisierung Amerikas. Wieder einmal stellt Hollywood seine Fähigkeiten unter Beweis, sich selbst schonungslos in Frage zu stellen und zugleich zu unterhalten. Wegen des Unterhaltungsaspektes sind an den intellektuellen Gehalt der Gags natürlich nicht allzu hohe Ansprüche zu stellen, zumeist sind sie jedoch gut gebaut und aus der Story legitimiert.

Hervorzuheben ist die hervorragende und sich zum Schluß noch steigernde darstellerische Leistung von Lily Tomlin, als graue farblose Maus, Karikatur einer ausgebeuteten und gebeutelten Assistentin, die bereit ist, alles zu machen. Die Wohnung des Bank-Präsidenten offenbart in ihrer Ausstattung den Gipfel an Geschmacklosigkeit. Als Vieze-Präsident der Bank dilettiert - wie häufig auch im wirklichen Leben - ein debiler Kretin.

Bei aller Bissigkeit verteigt sich der Film nicht zu einer Medienkritik. Er karikiert zwar die bekannten Muster von alten und neuen Soap-Operas und wird damit wohl auch die Jugend erreichen, stabilisiert letzten Endes aber die Sehgewohnheiten, indem er die Soap-Operas auf eine neue Nonsense-Ebene hebt.