Der Mann in der eisernen Maske

Kinostart: 09.04.98
1997
Filmplakat: Der Mann in der eisernen Maske

Kurzbeschreibung

Drei schon etwas in die Jahre gekommene Musketiere ergreifen noch einmal die Initiative, um Frankreich zu retten, wobei sie den jungen König Ludwig XIV entmachten.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Abenteuerfilm
Regie:Randall Wallace
Darsteller:Jeremy Irons; John Malkovich; Leonardo DiCaprio
Drehbuch:Randall Wallace
Buchvorlage:Alexandre Dumas père
Kamera:Peter Suschitzky
Schnitt:William Hoy
Musik:Nick Glennie-Smith
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:130 Minuten
Kinostart:09.04.1998
Verleih:Universal
Produktion: United Artists Pictures, Inc., New York, N.Y., United Artists Pictures;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Märchen müssen immer wieder neu erzählt werden. Auch an klassischen Mantel- und Degengeschichten, wie Alexandre Dumas' "Vier Musketieren", muß sich jede Generation filmisch erneut versuchen. Regisseur Wallace Randall paßt die Vorlage behutsam an das Zeitgefühl an, ohne in unkonventionelle Bahnen auszubrechen. Er nutzt königliche Schlösser und Gärten als prachtvolle Kulisse und gibt dem Film durch üppige Ausstattung und zeittypische Kostüme eine stimmige Atmosphäre. Dabei werden die Kostüme nicht nur vorgeführt, werden nicht zum Selbstzweck, ebensowenig wie das zu diesem Genre des Abenteuerfilms gehörende Reiten und Fechten. Geritten und gefochten wird geradezu ungewöhnlich sparsam.

Im Vordergrund aber steht die Besetzung der Hauptrollen mit großen Stars, die den Film prägen. Die vier Musketiere erscheinen nicht als uniforme Gruppe, sondern differenziert. Einem jeden ist Charakter verliehen. Zugleich werden die Figuren mit leichter Distanz und ironischer Brechung dargestellt. Gerard Depardieu wird als komischer Typ gezeichnet, den man nicht allzu ernst nehmen muß, ebensowenig wie die ganze Gruppe dieser vier Helden im Vorruhestand. Leonardo DiCaprio erscheint nicht nur als schöner Publikumsliebling, sondern wird durch seine Doppelrolle gezwungen, darstellerisches Können zu zeigen. Die Frauenfiguren kommen zwar etwas zu kurz in diesem Film, der vor allem von einer Männerfreundschaft erzählt. Mitunter wirkt der Film etwas lang, insgesamt aber hat der Regisseur in seinem Erstlingsfilm zu einem Rhythmus gefunden, der den Zuschauer angenehm unterhält.