Der letzte Trapper

Filmplakat: Der letzte Trapper

FBW-Pressetext

Yukon, nördliche Rocky Mountains: Grandiose Naturaufnahmen und das spielfilmhaft inszenierte Leben eines ungewöhnlichen Mannes.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm; Spielfilm
Regie:Nicolas Vanier
Darsteller:Norman Winther; Mayloo; Alex von Bibber
Drehbuch:Nicolas Vanier
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:101 Minuten
Kinostart:05.01.2005
Verleih:3L
Produktion: MC4 Produktion, TF 1; Office National du Film du Canada; Pandora Films; Mikado Films;Les Productions JMH;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

In den Gebirgen des kanadischen Nordens, in den nördlichen Rocky Mountains, leben sie noch, die letzten Trapper. Einer davon ist Norman Winther, der mit einer Nahami-Indianerin verheiratet ist. Er ist Besitzer eines Kanus, er hat zwei Pferde und ein Rudel Schlittenhunde, was ihm sein Leben als Jäger garantiert.
Aber auch sein Paradies ist schon vom Menschen durch Straßenbau und rücksichtlose Abholzung der Wälder bedroht. Das zwingt den Trapper, andere Jagdgründe zu suchen und sein Blockhaus noch tiefer in der Wildnis neu zu errichten.
Der Naturfilmregisseur Nicolas Vanier hat während einer außergewöhnlich anstrengenden Drehzeit von eineinhalb Jahren diesem „Letzten Trapper“ ein hymnisches Denkmal gesetzt. „Der Mensch muss im Einklang mit der Natur leben, nicht gegen sie sein“, das ist die Lebensmaxime Winthers, der sich auch als Regulator des Tierlebens in der Wildnis versteht.

Regisseur Vanier hat das Leben des Trappers durch die verschiedenen Jahreszeiten sehr aufwendig und liebevoll begleitet und teilweise spielfilmhaft inszeniert und nachgestellt. Diskussion im Bewertungsausschuss gab es darüber, dass diese erkennbar inszenierte Dokumentation mit wohl teilweise dressierten Tieren zum Teil sehr pädagogisch angelegt und mit teilweise naiver Sprache kommentiert ist. Aber diese Kritik nimmt nichts von der ästhetischen Ebene des Films und der herausragenden Kameraführung, die teilweise berauschend schöne Bilder zeichnet. Auch sind die Sequenzen mit den Schlittenhunden von seltener Eindringlichkeit.