Das Wunder von Manhattan

Kinostart: 01.12.94
1994
Filmplakat: Das Wunder von Manhattan

Kurzbeschreibung

Sympathischer alter Herr wird als Kaufhausweihnachtsmann engagiert und identifiziert sich so nachhaltig mit seiner Rolle, dass er vor Gerich als verrückt erklärt werden soll.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Gattung:Drama; Komödie; Familienfilm
Regie:Les Mayfield
Darsteller:Elizabeth Perkins; Richard Attenborough; Dylan McDermott; Elisabeth Parkins; Mara Wilson
Drehbuch:John Hughes; George Seaton
Kamera:Julio Macat
Schnitt:Raja Gosnell
Musik:Bruce Broughton
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:114 Minuten
Kinostart:01.12.1994
Verleih:Fox
Produktion: Bundesbeauftragte für Kultur*, Twentieth Century Fox;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Dieser Film ist der Beweis dafür, dass das Remake eines Filmklassikers (aus dem Jahr 1947) nicht nur eine Kopie, sondern ein auf heutige Bedürfnisse (und Geschmack) eingehendes, geglückt umgesetzes Werk sein kann.
George Seatons berühmte Weihnachtserzählung um den Kaufhaus-Weihnachtsmann Kriss, der behauptet, der echte Weihnachtsmann zu sein und prompt dafür für verrückt erklärt werden soll, dient hier vor allem dazu, Botschaften zu vermitteln: Man kann auch an etwas glauben, was physisch nicht greifbar ist; ohne den Glauben an den Weihnachtsmann verliert dieses Fest seinen Zauber und seine Poesie. Letzlich auch die Botschaft an alle Kinder, dass sie im Glauben den Erwachsenen überlegen sein können und müssen. Ohne die Geschichte aus der realen Welt (satirische und ironische Streiflichter auf amerikanische Geschäftsmentalität) zu lösen, ist dieser Film ein wunderschönes Weihnachtsmärchen, das nie in Gefahr gerät, ins Kitschige oder Sentimentale abzugleiten.
Die Kamera zaubert ausgewählt schöne Bilder, die eine durchgehend stimmungsvolle Atmosphäre erzeugen. Die darstellerischen Leistungen sind vorzüglich, vor allem auch die von Dylan McDermott (Freund von Mutter und Tochter) und auf überragende Weise von Richard Attenborough als Weihnachtsmann. Ein Lob auch für die Leistung der leinen Mara Wilson als Susan, die die Wandlung vom altklugen Kind zum sich öffnenden und dem Zauber des Weihnachtsmanns erliegenden Menschenwesen überzeugend darstellt.