Das Gesetz der Ehre

Kinostart: 22.01.09
VÖ-Datum: 12.06.09
2008
Filmplakat: Das Gesetz der Ehre

FBW-Pressetext

Das Gesetz der Ehre ist ein packender Polizeithriller, der ganz in der Tradition düsterer Copfilme Korruption und Werteverfall zum Thema hat. Ray Tierney ist ein guter Cop, der im Fall eines vierfachen Polizistenmordes im Zuge einer Drogenrazzia ermittelt. Die Einblicke, die er gewinnt sind düster und belasten die eigene, alteingesessene New Yorker Polizistenfamilie. Er steht vor der Entscheidung zwischen dem Verrat an der eigenen Familie oder an dem Gesetz. Spannend inszeniert und durchweg gut besetzt ist Das Gesetz der Ehre ein radikal desillusionierender Film über die heiligen Institutionen der amerikanischen Gesellschaft.
Prädikat wertvoll

Film-PDF Download

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:Gavin O'Connor
Darsteller:Colin Farrell; Edward Norton; Jon Voight; Noah Emmerich
Drehbuch:Gavin O'Connor; Joe Carnahan
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:130 Minuten
Kinostart:22.01.2009
VÖ-Datum:12.06.2009
Verleih:Warner
Produktion: New Line Cinema, Solaris Entertainment, O'Connor Brothers Produktion
FSK:16

Trailer_starten

Trailer wird nach Kilck nicht abgespielt?
Hier geht es zum Download des aktuellen Quicktime-Players.

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Gavin O’Conners Film Pride and Glory eilte der Ruf voraus, unerklärlich lange nach seiner Fertigstellung auf die Premiere gewartet zu haben. Es rankten sich schon diverse Gerüchte um diesen Fakt, ehe endlich Pride and Glory im September 2008 auf dem Festival in Toronto seine Uraufführung erlebte. Diese dunkle Vorgeschichte lässt sich auch jetzt nur zum Teil nachvollziehen, ist doch der Film sehr traditionelles, amerikanisches Erzählkino.

Ein Genrefilm ganz in der Tradition von Cop-Filmen wie Serpico oder Prince of the City. Neu vielleicht einige thematische Nuancen: Pride and Glory ist radikal desillusionierender als viele seiner Vorgänger. Der Verbrechenssumpf und der Korruptionsdschungel amerikanischer Großstädte erscheinen in einer Aura der verzweifelten Hoffnungslosigkeit – mit einer gehörigen Portion Skepsis, wenn es um den Glauben an die Kraft der Selbstreinigung geht. Kennzeichnend für diese atmosphärische Dimension des Films ist z. B. eine Schlüsselszene des Films, in der ein korrupter Cop, bevor er sich erschießt, bekennt: „Wir haben unsere Dienstmarken verkauft. Der Stolz, den ich empfand, der beschissene Ruhm – all das haben wir mit Füßen getreten...“

Für das düstere Klima des Films ist schon sein Anfang ein bezeichnendes Omen: Ein Rugbyspiel zwischen Polizeiabteilungen wird in seiner martialischen Ekstase, in der Performance des Auslebens animalischer Triebe, zu einer Metapher für das Kommende. Es bricht die Nachricht vom Mord an vier Polizisten herein. Die Grundmelodie des Films ist damit abgestimmt:

Der Film führt die Pervertierung der so hehren Begriffe von Pride and Glory vor, den schmerzenden inneren Fäulnisprozess einer vermeintlich heilig geltenden nationalen Institution.

Dabei setzt der Film zunächst bei der Analyse der kleinsten Zelle dieser Institution an, der klassischen Cop-Familie, in der Schein und Selbsttäuschung die schützende Hülle bilden.

Eine dicht erzählte Geschichte, die weniger auf Special Effects fokussiert ist (eine sehr angenehme erzählerische Entscheidung), sondern vielmehr einen mit dem Dokumentarischen verwandten Erzählstil bevorzugt. Lakonisch, lapidar, mit präzise dosierten Ausbrüchen eruptiver Gewalt.