Das fliegende Klassenzimmer

Kinostart: 16.01.03
2002
Filmplakat: Das fliegende Klassenzimmer

FBW-Pressetext

In die Gegenwart transponierte, warmherzige Verfilmung des Kinderbuchbestsellers von Erich Kästner, an der jung und alt viel Freude haben werden.
Prädikat wertvoll

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Filminfos

Gattung:Familienfilm
Regie:Tomy Wigand
Darsteller:Ulrich Noethen; Sebastian Koch; Piet Klocke
Drehbuch:Henriette Piper; Franziska Buch; Uschi Reich (n.d. Roman v. Erich Kästner)
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:114 Minuten
Kinostart:16.01.2003
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH, Lunaris; ZDF;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Erich Kästners Roman, hier nun schon in seiner dritten filmischen Umsetzung, hat zum Kernpunkt das Thema „Freundschaft“. Dieses - neben den in allen Kästnerschen Stoffen immer wiederkehrenden menschlichen Werten - mit den dramaturgischen Notwendigkeiten moderner Erzählform zu verbinden, ist nicht einfach, aber hier weitgehend gelungen. Freundschaft, die in der Erinnerung verklärt und Freundschaft zwischen den jungen Internatsbuben, die immer wieder auf die Probe gestellt wird.
Einfach wird es dem jungen Publikum nicht gemacht, denn viele Geschichten vermitteln sich nur in langen Erzählphasen, in denen aber Ulrich Noethen sein ganzes darstellerisches Können ausspielen kann. So bietet diese Geschichte und auch der Film Unterhaltung für alle Altersstufen und auch genügend Identifikationsmöglichkeiten für die jüngeren Zuschauer.

Die Regie beweist ihre Fähigkeiten in der Inszenierung von temporeichen Gruppenszenen, zeigt aber auch Schwächen in der Führung einzelner Personen. So agiert Piet Klocke als Schulleiter unnötig überzogen, was auch für den fehlbesetzten „Theo“ gilt. Anja Kling in der Rolle der Freundin von Dr. Bökh kommt seltsamerweise über eine Hintergrundposition in diesem Film nicht hinaus, obwohl sie in der Internatszeit von Justus und Bob wohl schon eine wichtigere Rolle innehatte. Diese dramaturgische Schwäche, einige eklatante Anschlußfehler und inhaltliche Ungereimtheiten lassen auf nicht unerhebliche Kürzungen bei der Endfassung des Films schließen.