Besser geht's nicht

Kinostart: 12.02.98
1997
Filmplakat: Besser geht's nicht

Kurzbeschreibung

Erfolgreicher, kautziger und neurotischer Autor von Liebesromanen überwindet seine Vorurteile (Komplexe) gegenüber Hunden, Schwulen und Frauen.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Komödie; Romanze
Regie:James L. Brooks
Darsteller:Jack Nicholson; Helen Hunt
Drehbuch:Mark Andrus
Kamera:John Bailey
Schnitt:Richard Marks
Musik:Hans Zimmer
Weblinks:filmsortiment.de; s-nicht-_-SZ_Cinemathek.html;
Länge:139 Minuten
Kinostart:12.02.1998
Verleih:Columbia
Produktion: TriStar Pictures, Inc., New York, N.Y., TriStar Pictures; Gracie Films Production;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Jack Nicholson mit seiner unglaublichen Präsenz und
unwiderstehlichen Körpersprache hat das Spiel dieser
Großstadtgeschichte wie ein Dompteur in der Hand; anstelle die
Peitsche zu schwingen spuckt er saftig-bissige Dialoge. Von Beruf
Zyniker, Neurotiker und Autor von Einwegliebesromanen scheint er
nichts so zu lieben wie seine Schreibbude und sei es nur, um
seiner hochgepuschten, neurotischen Umwelt zu entfliehen. Erst
als sein homosexueller Nachbar erkrankt und seine
Lieblingskellnerin Carol nicht mehr in seiner Stammkneipe das
Essen serviert, da ihr Kind schwer asthmakrank ist, bricht die
harte Schale und der so griesgrämige Polterkopf attackiert auf
seine ihm eigene Weise den Hund des Nachbarn, indem er seine
ruppige Liebe flächendeckend ausbreitet. Daß dies bei einem
Polterkopf wie Melvin nicht immer auf Gegenliebe, dafür zu einer
Reihe komischer Verwicklungen und absurden Situationen führt,
versteht sich von selbst.
Dieses allzu menschliche Beziehungsspiel hat einen seiner
Höhepunkte in der Kneipen-Brief-Liebsszene zwischen Carol und
Melvin, darstellerisch ein Kabinettstück auf beiden Seiten.
Es ist das große Verdienst der beiden exzellenten
Hauptdarsteller, die mit einem unglaublichen Sinn für die
Darstellung der Glaubwürdigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen
ausgestattet sind, wobei sie solide Rückendeckung durch Buch und
Regie erhalten, die ihren Figuren Raum und Zeit lassen. Da erhält
selbst noch das unscheinbarste Alltagsdetail, die minimalste
Geste, ein Augenzucken, sinnhafte Bedeutung. Nie werden die
Figuren und ihre Geschichten diffamiert, stets ist da ein
warmherziger, wenn auch mitunter spöttischer Blick, so daß sich
eine wunderbare Komödie, reich an schönen Einfällen, Situationen
und deftig urkomischen Dialogen entfalten kann.