Bandits

Kinostart: 03.07.97
1996

Kurzbeschreibung

Vier weibliche Knackis gründen hinter Gefängnismauern eine Band und schaffen den Aus- und Durchbruch (in der Musikszene).
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Komödie; Spielfilm
Regie:Katja von Garnier
Darsteller:Jasmin Tabatabai; Katja Riemann; Nicolette Krebitz; Jutta Hoffmann
Drehbuch:Uwe Wilhelm; Katja von Garnier
Kamera:Torsten Breuer
Schnitt:Hans Funck
Musik:Nicolette Krebitz; Katja Riemann; Jasmin Tabatabai
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:109 Minuten
Kinostart:03.07.1997
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Olga Film GmbH, Olga Film; Vela-X Film ; ProSieben;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Die kinowirksame, aufregende Geschichte über eine vierköpfige Frauenband, die sich in einem deutschen Gefängnis formiert, die Gunst der Stunde nutzt und anläßlich eines Rehabilitierungs-Auftritts den Weg in die Freiheit antritt, wird zur eigenen Verblüffung der Frauen gleichzeitig auch ein ungeahnter kommerzieller Erfolg ihrer Musik. Die Filmgeschichte berührt vor allem durch den moralischen Impetus, die Ernsthaftigkeit und Menschlichkeit, mit der diese vier so verschiedenen Frauen skizziert sind und dem durchgängig überzeugenden Spiel der Darstellerinnen.
Für dieses Lebensgefühl steht aber vor allem die Musik der Band, einschließlich ihrer Präsentation, die einen dramaturgisch wichtigen Bezugspunkt zur Geschichte hat, eigentlich ein Teil der Geschichte selbst ist.

So bewundernswert präzise und intensiv hier Regie, Kamera und Darsteller ihre Klaviatur beherrschen, sekundiert von einem großartigen, eleganten Schnitt, so ist die Darstellung des Gegenparts bzw. der widrigen Umstände schon im Buch grobrastiger, fast verfremdet angelegt. Die Charaktere wie z.B. die Kriminalbeamten oder der neue Manager sind typisiert oder erscheinen gar wie die Polizei als die Inkarnation des Bösen. Überzogen wirkt die Zeichnung der Situation im Frauengefängnis, die den Frauen quasi so das Recht zuspielt, zu fliehen. Auch die Aufarbeitung ihrer Vorgeschichte, die sich ansonsten sinnreich innerhalb der Fabel entwickelt, wirkt in einigen Punkten dann doch zu einfach und leicht schöngefärbt.