Aviator

Kinostart: 20.01.05
2004
Filmplakat: Aviator

FBW-Pressetext

In seinem wohl reifsten und vollkommensten Film widmet sich Meisterregisseur Scorsese dem exentrischen amerikanischen Millionär Howard Hughes und seinen Leidenschaften: Flugzeuge, Filme und Frauen. Genie, Pionier, Besessener und Wahnsinniger in einer Person. Entstanden ist ein spannendes, ungemein facettenreiches Biopic und ein faszinierendes Zeit- und Gesellschaftsbild (30- und 40iger Jahre).
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Biopic
Regie:Martin Scorsese
Darsteller:Kate Beckinsale; Cate Blanchett; Jude Law; Alec Baldwin; Leonardo DiCaprio
Drehbuch:John Logan
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:171 Minuten
Kinostart:20.01.2005
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Warner Bros. Film, Miramax Films; Initial Entertainment Group;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Und wieder fügt Martin Scorsese seinem filmischen Gesamtwerk ein außergewöhnliches Meisterstück hinzu: Eine große Leistung, den Zuschauer drei Stunden in atemloser Spannung zu halten. Mit ruhig und großzügig lang ausgespielten Szenen, die nur von Dialogpartien beherrscht werden – dies aber auf höchstem Niveau des Kunstgenusses. Dann wieder von schnell geschnittenen Szenen prallen Lebens, in Hollywoods Filmmilieu, bei Dreharbeiten oder Flugszenen. Höhepunkte sind die Auseinandersetzungen mit seinen Lebenspartnerinnen Katherine Hepburn und Ava Gardner und ein absolutes Glanzlicht sein Auftreten vor dem Untersuchungsausschuß in Washington, wo er vom Angeklagten zum Ankläger wird.

Die Besetzung ist in allen Haupt- und Nebenrollen wohl durchdacht und überzeugend. Das Spiel der Darsteller unter der sicheren Führung Scorseses eindrucksvoll. Cate Blanchett als Katherine Hepburn und Kate Beckinsale als Ava Gardner brillieren in starken Szenen. Aber alle überragend in einer „Oscar“- reifen Leistung: Leonardo di Caprio. Faszinierend seine Dynamik, seine Stärke ausstrahlende Überzeugungskraft und seine Entwicklung von einem von krankhafter Phobie geplagten Giganten der Film- und Luftfahrtindustrie zum verletzbaren Eigenbrötler auf dem Weg in den Wahn.
„Aviator“ zeigt nicht nur das Leben eines außergewöhnlichen, genialen Menschen und rebellischen Außenseiters, sondern auch ein mit großem Aufwand und Sorgfalt inszeniertes Zeitbild einer bewegten Epoche Amerikas. Kamera und Lichtgestaltung, Musikscore und Montage, eine Ausstattung mit fantasievollen Bauten und berauschenden Kostümen entsprechen dem Anspruch eines großen Films und Kinoereignisses.