Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Kinostart: 06.12.01
2001
Filmplakat: Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt

FBW-Pressetext

Die Suche nach der sagenumworbenen, untergegangenen Stadt Atlantis entwickelt sich zu einem gefahrvollen Abenteuer voller Spannung, Überraschungen und zauberhafter Einfälle.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinderfilm
Regie:Kirk Wise Trousdale Gay
Darsteller:Michael J. Fox; Corey Burton; Claudia Christian
Drehbuch:Tab Murphy
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:96 Minuten
Kinostart:06.12.2001
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Walt Disney Animations Studios
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Erzählt wird die Entdeckung der sagenumwobenen Stadt Atlantis, die vor langer Zeit in einer Flutwelle versunken ist. Ein junger, naiver, aber liebenswürdiger Wissenschaftler erfüllt sich seinen Lebenstraum und macht sich mit einer Gruppe recht undurchsichtiger Gefährten auf die Suche nach der Legende. Daß es dabei auch zu Kampfszenen kommt und das Gute sich mit Waffen gegen das Böse – hier in Gestalt eines geldgierigen Söldners und seiner Mitstreiterin – durchsetzen muß, gehört durchaus zu den legalen Erzählstrukturen von Abenteuerfilmen. Auf diese nimmt „Atlantis“ in vielen Zitaten Bezug – sei es auf Spielbergs „Indiana Jones“ oder auf die klassischen Verfilmungen von Jules Vernes Romanen „20 000 Meilen unterm Meer“ und „Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Auch Science Fiction-Filme wie „Star Gate“ werden zitiert. Trotz der vielen Zitate aber entwickelt „Atlantis“ durchaus seine eigene Bildersprache, die sich an den Mangas aus Japan ebenso orientiert wie an der modernen Formensymbolik. Dabei entwickelt dieser Disney-Film eine eigene Ästhetik, die sich vor allem in den Farben und in den eindrucksvollen Szenen mit der positiven Energiequelle von Atlantis, den gesammelten Emotionen eines ganzen Volkes, widerspiegelt.

Störend wirken allenfalls logische Brüche und Ungereimtheiten in der Handlung – so etwa die Tatsache, daß nach dem Untergang des U-Bootes die Mannschaft noch etliche Lastwagen und andere Gerätschaften irgendwie ans sichere Ufer retten kann, wobei ihr nur ein eher kleines Ersatz-U-Boot zur Verfügung steht.

Insgesamt aber folgt „Atlantis“ der bewährten Unterhaltungstradition von Disney-Zeichentrickfilmen vergangener Jahre: Unterhaltung wird mit Spannung und Humor verknüpft – auch wenn die Gewalt inzwischen mehr Raum einnimmt als noch in „Aladin“, „Herkules“ oder vor langer Zeit in „Bambi“.