Absurdistan

Kinostart: 20.03.08
VÖ-Datum: 26.03.09
2008
Filmplakat: Absurdistan

FBW-Pressetext

Märchenhaft-poetisch ist dieser Film angelegt, der sein Publikum in einen meisterhaft inszenierten, opulenten Bilderrausch versetzt. Die Frauen eines kleinen Dorfes treten in einen Sexstreik, um ihre arbeitsscheuen Männer zur Reparatur ihrer Wasserleitung zu bewegen. Für einen jungen Mann, dem eine besondere Liebesnacht mit seiner Braut vorhergesagt wurde, bedeutet dies eine Herausforderung, für die er ein Feuerwerk an Ideen entfacht. Schreiend-komisch, ohne in den Klamauk der Schenkelklopfer abzurutschen, erzählt Veit Helmer von dieser grotesken Rebellion mit Ausmaßen einer griechischen Tragödie. Getragen wird diese von den herrlich verschrobenen Figuren, den skurrilen Situationen, den famosen Erfindungen und der faszinierenden Landschaft seiner Drehorte.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Arthouse
Gattung:Komödie; Spielfilm; Romanze
Regie:Veit Helmer
Darsteller:Maximilian Mauff; Kristýna Malé?ová
Drehbuch:Veit Helmer; Zaza Buadze
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:88 Minuten
Kinostart:20.03.2008
VÖ-Datum:26.03.2009
Verleih:Farbfilm Verleih
Produktion: Veit Helmer-Filmproduktion Veit Helmer, Arte, SWR, BR
FSK:12
Förderer:MFG Baden-Württemberg; FFA; MBB; FFF Bayern

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Das Prädikat „außergewöhnlich“ hat Veit Helmer wie schon bei seinen bisherigen Werken auf jeden Fall auch für „Absurdistan“ verdient. Der Titel verrät schon viel: Das Dorf, wenn es auch den gleichen Namen tragen soll, irgendwo im Niemandsland der Phantasie angesiedelt, scheinbar zeitlos, ist Schauplatz irrwitziger Begebenheiten und auch einer romantischen Liebe von geradezu überirdischer Macht gelenkt. Zur gleichen Minute geboren, ihr junges Leben lang Tag für Tag unzertrennlich und im Wissen, dass der Himmel sie füreinander bestimmt hat. Um dann schließlich eins zu werden, sollten die beiden Liebenden aufregende und entbehrungsvolle Jahre ertragen und dies an einem Ort, wo alles ganz anders ist, wie sonst nirgendwo auf der Welt.

Veit Helmer lässt ein unglaubliches Feuerwerk an skurrilen Gags, märchenhaften Kompositionen, magischen und geradezu visionären Einfällen abbrennen, dass einem der Atem stockt. Fast selbstverständlich das Spiel mit filmischen Genres.

Und wie bei ihm schon selbstverständlich, kann sich der Zuschauer an einer sensationell einfallsreichen und detailgenauen Ausstattung erfreuen und an technischen Wunderwerken von höchster Skurrilität. Die hervorragende Kamera mit schönsten Perspektiven verdient ebenso ein besonderes Lob wie auch die originäre musikalische Begleitung.

Die Besetzung ist bis in kleinste Nebenrollen gelungen, die Typisierung der Charaktere treffend, ihr Spiel wunderbar.

Ein kleiner Einwand gilt der Dramaturgie des Films, der im mittleren Teil an seinem rasanten Tempo verliert und erst am Ende wieder erlangt.